Will: Erweiterung des Factory Outlet Enter Ochtrup nicht zu verantworten

 

Im Zuge der länderübergreifenden Raumordnung und Raumentwicklung zwischen den Niederlanden, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist die schrittweise Erweiterung des Factory Outlet Centers in Ochtrup nicht zu verantworten, so der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Will.

Im Zuge der länderübergreifenden Raumordnung und Raumentwicklung zwischen den Niederlanden, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist die schrittweise Erweiterung des Factory Outlet Centers in Ochtrup nicht zu verantworten, so der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Will.

Die Stadt Ochtrup mit ca. 20.000 Einwohnern, nahe der der Landesgrenze zu Niedersachsen bei Rheine, sei zwar in der Landesraumordnung des Landes NRW als Mittelzentrum eingestuft und habe bereits 2004 ein s. g. Euregio-Outlet-Enter auf 5.500 qm Verkaufsfläche eröffnet. 2012 wurde die Verkaufsfläche auf 11.500 qm erweitert. Nunmehr plane die Stadt Ochtrup bekanntlich die Erweiterung des innerstädtischen Factory Outlet Center auf vorläufig 20.000 qm Gesamtverkaufsfläche.

Das beeinträchtige erheblich den Einzelhandel in den Städten Rheine, Lingen, Schüttorf und Nordhorn und sei für die weitere Entwicklung dieser Mittelzentren nicht zu akzeptieren.

Die McArthur-Glen Gruppe mit Hauptsitz in London habe als Mehrheitseigner das Outlet in Ochtrup inzwischen übernommen und plane darüber hinaus gehende Erweiterungen zum Schaden der Handelsgeschäfte in den betroffenen Nachbarstädten und Gemeinden in Niedersachsen und NRW.

Vor diesem Hintergrund stellt der Abgeordnete Gerd Will die Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung:

1.Sind dem Land Niedersachsen die Planungen der grenznahen Gemeinde Ochtrup bekannt und wie gedenkt sie die Interessen der betroffenen niedersächsischen Kommunen im Rahmen der eigenen Landesraumordnung zu vertreten?

2.Welche Beteiligungsrechte und Beteiligungsmöglichkeiten ergeben sich für das Land Niedersachsen bei diesem schrittweisen Ausbau des FOC, was wie der bisherige Verlauf sehr deutlich macht, nicht bei 20.000 qm beendet sein wird?

3.Wie können länderübergreifend abgestimmte Planungen zwischen den betroffenen Bundesländern wirksam verfolgt werden, um die befürchteten wirtschaftlichen und sozialen Folgen und die Verwerfungen im Einzelhandel in den betroffenen Kommunen zu verhindern?

Abschließend weist Will darauf hin, dass gerade vor einiger Zeit in Wolfsburg ein Factory Outlet Enter im Vergleich dazu mit gerade 16.000 qm genehmigt wurde. Angesichts von Größe und Bedeutung für den Wirtschaftsraum nachvollziehbar. Das könne man für den Raum Ochtrup mit den umliegenden Mittelcentren an der Landesgrenze zu Niedersachsen und zu den Niederlanden keinesfalls akzeptieren, weil es lediglich darum gehe, großflächig Kaufkraft auch auf Ochtrup zu ziehen, zum Schaden einer gesamten Region, ohne das damit das eigentliche Ziel der eigenständigen Versorgung angemessen erreicht werde.

„Das FOC Ochtrup ist schon jetzt überdimensioniert und schadet dem Einzelhandel in den umliegenden Kommunen“, so Will abschließend.

 
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